

Korngrenzen sind Grenzflächen zwischen Festkörper-Bereichen mit gleichartiger Kristallstruktur und unterschiedlicher Orientierung (d.h. Lage der Atome)
Sie sind „Stoßstellen“, d. h. Grenzen zwischen den Körnern. Bei der Untersuchung von Gefügen zeigt sich, dass in geglühten Metall je drei Korngrenzen in 120°-Winkeln aufeinander treffen. Einige Atome gehören beiden Kristallriten gleichzeitig an (sog. Koinzidenzpunkte). So erfolgt die Anpassung beider Gitter.
Die Atomanordnung in den Korngrenzen erfolgt, so, dass eine möglichst gute Anpassung der Kristallgitter erreicht wird.
Korngrenzen können sich bewegen (Dies ist wichtig bei der Wärmebehandlung Rekristallisation)
An Korngrenzen benachbarte Kristallite können entlang der Korngrenzen gegeneinander abgleiten (sog. Korngrenzengleitung, s. auch Kriechen)
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