
Die aktuellen Meldungen rund um die Entwicklung des Goldpreises lenken wieder einmal eindrucksvoll den Blick auf den Wert der Metalle. Dieser lässt sich aber nicht nur im finanziellen Wert (Anlagemetall) oder im individuellen Empfinden (Schmuckmetall) bewerten, sondern vor allem auch im Nutzen der Nichteisen-Metalle für Innovationen und technischen Fortschritt. Um so wichtiger ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit Metallen als unverzichtbaren Rohstoffen.
Selbst auf Gold trifft dies zu, denn das edle Metall findet sich bekanntermaßen in zahlreichen industriellen Anwendungen: Beispiele sind die Nutzung als Sputtermetall, das Vergolden von Kontakten, das Kontaktieren von Schaltkreisen über Bonddrähte oder das Dotieren von Germanium. Dennoch wird hier relativ wenig Gold verbraucht, denn ungefähr 60 Prozent dieses weltweit vorhandenen Goldes wurden zu Schmuck verarbeitet. Fast ein Fünftel der weltweiten Goldreserven finden sich in den Zentralbanken.
Doch wie viel ist das eigentlich? Verblüffend wenig, wenn man sich verdeutlicht, dass seit Beginn der Goldförderung durch die Menschheit bis heute 166.600 Tonnen Gold gewonnen wurden (Quelle: World Gold Council). Zusammengenommen entspricht diese Menge gerade einmal einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 20 Metern. Interessanter Fakt am Rande: 90 Prozent dieses Goldes wurden erst nach dem legendären Gold Rush in Kalifornien, d.h. erst nach dem Jahr 1849 gefördert.
Unwillkürlich beginnt man angesichts des hohen Goldpreises zu rechnen: Beim heutigen Goldpreis (19.8.2011) von 1870 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) sind die weltweiten Goldreserven insgesamt rund 10,02 Billionen Dollar wert!! Und der Preis steigt weiter, denn Gold verheißt gerade in Zeiten stürmischer Börsenentwicklungen Sicherheit. Grund genug, jedes Mikrogramm Gold wieder zu gewinnen.
Eine Tatsache, die aber auch für andere Metalle zutrifft. Und so sind auch Recycling und Rohstoffsicherheit wieder wichtige Themen dieser METALL-Ausgabe. Der aktuelle Trend zu energieeffizienter Anlagentechnik zeigt sich u.a. im Einsatz des TBRC in Lünen (s. S. 375), einer Investition in die Zukunft. Dennoch können selbst so durchdachte Investitionen den Energiebedarf der Metallurgie nicht auf Null setzen. Die Sorge um weiterhin bezahlbare Energie bleibt die entscheidende Frage dieser Tage, wie unsere Beiträge auf Seite 404 und 405 zeigen.
Nicht zu vergessen dabei: Metalle können, richtig eingesetzt, richtig Energie sparen. Eindrucksvoll meldet sich dieser Tage das Leichtgewicht Magnesium zurück (S. 383). Aluminium hält als leichter Schaum dagegen. Ein einfaches Treibmittel, nämlich Dolomit, könnte hier Türen öffnen. Stahl wiederum kann gegenüber Aluminium als Kolbenwerkstoff Punkte sammeln (S. 367). Aluminium hingegen überzeugt in dieser Ausgabe mit seiner Oberf läche: bunt glänzend (S. 368) oder selbstreinigend – als Schmutzund Smogvernichter (s. 378).
In der Zeitschrift World of Metallurgy – ERZMETALL erscheinen technisch-wissenschaftliche Originalarbeiten, die sich mit der Aufbereitung und Verhüttung bis hin zur Verarbeitung, vorrangig von NE-Metallen befassen. Weitere Schwerpunkte bilden die Metallanalyse und spezielle Bereiche der Umwelttechnik.
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Die Berichterstattung der World of Mining umfasst die gesamte Breite der bergbaulichen Rohstoffgewinnung. Dazu gehören die Lagerstättengeologie, die Planung bergbaulicher Anlagen, die Gewinnung, Förderung, Veredlung und Nutzung sowie die sowie die Rekultivierung und Altlastensanierung.
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