
Die Solarindustrie boomt, davon profitieren vor allem die Nichteisenmetalle – und zwar nicht nur die Exoten, wie Gallium, Silicium, Indium oder gar Arsen. Kupfer spielt als Leiter eine entscheidende Rolle und sogar Zink kann sich freuen, denn vielfach tragen verzinkte Gerüste die eigentliche Solaranlage.
Profitieren können auch die deutschen Aluminiumverarbeiter: Rund 135.000 Tonnen Aluminium werden jährlich in Solaranlagen gebraucht. Aus diesem Grund widmet die weltgrößte Branchenmesse ALUMINIUM 2010 (14. bis 16. September 2010 in Essen) der Solartechnik erstmals eine spezielle Ausstellungsfläche. In einem Themenpavillon präsentieren Anbieter von Aluminiumtechnologien und -produkten für den Solarmarkt ihre Entwicklungen und Lösungen. Darüber hinaus zeigen zahlreiche Aussteller der Messe innovative Aluminiumprodukte für den Solarmarkt. Aluminium dient als Basis für zahlreiche Anwendungen in der Solarwirtschaft: Fassadenkonstruktionen, Unterkonstruktionen für Solarmodule, komplette Systemkomponenten, die der Gebäudehülle vorgesetzt werden oder anspruchsvolle Solar-Anwendungen aus gewalztem Aluminium sind nur einige Beispiele. Der Großteil des in Deutschland eingesetzten Aluminiums entfällt auf Profilanwendungen, die sich auch im Messespektrum wiederfinden.
Daneben finden sich verblüffende Lösungen, wie z.B. Sonnenreflektoren mit Selbstreinigungseffekt. Dies gewährleistet, dass Sonnenspiegel immer effizient funktionieren, da die Ansammlung von Schmutz und anderen korrodierenden Stoffen verhindert wird (S. 398). Spezielle Substrate eignen sich durch ihre besonders geringe Oberflächenrauhigkeit als kostengünstiger Basisstoff für Dünnschicht-Photovoltaik-Module (S. 403), ebenfalls richtungsweisend ist Absorber-Band für Solarthermiekollektoren, dessen patentierte, selektive Beschichtung im kosteneffektiven Coilcoating-Verfahren aufgebracht wird.
Stand in den vergangenen Jahren auf der Messe vornehmlich die Anwendung von Aluminium im Fahrzeugbau im Mittelpunkt des Interesses, eröffnet sich mit der Solartechnik für Aluminium ein zukunftsweisender Wachstumsmarkt. Dies unterstreicht: Das nur 200 Jahre junge Aluminium erfindet sich immer wieder neu, sei es bei der Legierungsentwicklung, dem ausgeklügelten Recycling oder auch bei der Verarbeitung. Neue Schleiftechnologien lassen Aluminium strahlend glänzen oder auf der Oberfläche sogar Blumen wachsen (S. 405).
Auf diese Weise macht sich das leichte Metall unentbehrlich für Zukunftstechnologien, und dies, ohne die klassischen Märkte zu vergessen. Ein interessantes Beispiel liefert der Aluminiumguss, der zunehmend leichte Fahrwerkskomponenten liefert (S.392). Sie werden auch in einem umweltfreundlichen Elektroauto gebraucht. Die Messebesucher dürfen auf Neuigkeiten gespannt sein.
In der Zeitschrift World of Metallurgy – ERZMETALL erscheinen technisch-wissenschaftliche Originalarbeiten, die sich mit der Aufbereitung und Verhüttung bis hin zur Verarbeitung, vorrangig von NE-Metallen befassen. Weitere Schwerpunkte bilden die Metallanalyse und spezielle Bereiche der Umwelttechnik.
Weitere Informationen zum Magazin World of Metallurgy – ERZMETALL
Die Berichterstattung der World of Mining umfasst die gesamte Breite der bergbaulichen Rohstoffgewinnung. Dazu gehören die Lagerstättengeologie, die Planung bergbaulicher Anlagen, die Gewinnung, Förderung, Veredlung und Nutzung sowie die sowie die Rekultivierung und Altlastensanierung.
Weitere Informationen zu World of Mining – Surface & Underground