
Die Große Moschee Hassan II. in Casablanca (Marokko) wurde am 30. August 1993 nach siebenjähriger Bauzeit eingeweiht und gilt nach der Moschee von Mekka als zweitgrößte Moschee der Welt. Die Anlage, die durch ihre Weitläufigkeit und ihre außergewöhnlich luxuriöse Ausführung besticht, wurde nach den Plänen des französischen Architekten Michel Pinseau von der Bouygues Gruppe erbaut. Ab April 2005 führte die marokkanische Unternehmensvereinigung Somagec-SGTM unter der Leitung des Büros Ingema umfangreiche Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten durch, für die eigens ein provisorischer Deich errichtet wurde. Dieser gewährleistete, dass sämtliche Arbeiten auf dem Trockenen ausgeführt werden konnten. Aufgrund der Lage der Moschee, die bis in den Atlantischen Ozean hineinreicht, wiesen die exponierten Strukturen mehr oder weniger umfangreiche Schäden auf, die der unmittelbare Kontakt mit der aggressiven Umgebung des Meeres hervorgerufen hatte. Insbesondere waren an den Stahlbetonbewehrungen Korrosionsschäden entstanden. Angesichts der Bedeutung und des Umfangs des Bauwerks sollte die Beständigkeit der ausgeführten Reparaturarbeiten 100 Jahre betragen. Ingema empfahl unter diesen Bedingungen eine Kombination von Bewehrungen aus rostfreiem Stahl und Hochleistungsbeton, der das Eindringen von Chloriden verhindert.
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