METALL 5-2010: NE-Metalle - die Problemlöser

Aus ganz unterschiedlichen Richtungen kommen die Lösungen, die in diesem Heft zeigen, wie NE-Metalle als Klimaschützer wirken. Und ein genauer Blick zeigt, Klimaschutz, aktuell verbunden mit den Schlagworten wie „Erneuerbare Energien“, „Solartechnik“, „Zero-Emission-Vehicle“, „Elektromobilität“ oder „Wasserstoffantrieb“ würde ohne NE-Metalle nicht funktionieren:

So setzt die Solartechnik in all ihren Facetten auf verschiedenste NE-Metalle - seien es nun Kupferrohre, Parabolspiegel aus Edelstahl, Solarzellensysteme oder auch nur die verzinkten Dachhalterungen für die Solarpaneele (s. S. 228).

Innovationen setzen auf NE

Beim effizienten Energieeinsatz stehen NE-Metalle an vorderster Front, und zwar nicht nur in den Kabeln, sondern auch im Verborgenen: So setzten LED-Beleuchtungssysteme immer noch so viel Wärme frei, dass sie, um zuverlässig lange leuchten zu können, eine gute Wärmeableitung brauchen – gut zu gewährleisten durch Kupfer (s. S. 230).

Wasserstofffahrzeuge können sich nur durchsetzen, wenn leistungsfähige, kostengünstige Speicherungsmöglichkeiten gefunden werden. Eine Alternative bieten Metallhydride, die auf Magnesium, Aluminium. Lithium oder auch Palladium setzen (s. S. 212).

Ob die vielbeschworene Elektromobilität ein Erfolg wird, steht (noch) in den Sternen. Doch in jedem Fall ist Strom zu transportieren, wofür sich Kupfer in Stellung bringt. Leicht müssen die Fahrzeuge sein, eine dankbare Aufgabe für Aluminium, Magnesium oder mit Legierungselementen aus dem NE-Bereich versetzten High-Tech- Stahl. Energie ist zu speichern, eine derzeit ohne Blei undenkbar Aufgabe. Zwar gibt es (teure) Alternativen, doch setzten auch diese auf NE-Metalle wie Lithium, Nickel oder Zink.

Emissionshandel verdrängt industrielle Wertschöpfung

Um beim Blei zu bleiben: Das Schwergewicht gilt in der Öffentlichkeit als Umweltsünder schlechthin: Dass dies ein Vorurteil ist, zeigt unser Bericht auf Seite 229. Deutlich wird, dass Blei äußert umweltfreundlich gewonnen und recycelt werden kann. Beispiele wie diese belegen, dass NE-Metallbranche Deutschlands weltweiter Vorreiter bei der emissions- und rückstandsarmen Metallgewinnung ist. Hinzu kommt als weitere Stärke eine ausgeklügelte Recyclingstrategie, die sogar die ökonomisch und ökologisch sinnvolle Verarbeitung hochkomplexer Materialien, wie sie z.B. der Elektronikschrott darstellt, ermöglicht.

Eine solche Industrie muss im Land gehalten werden, nicht auch zuletzt mit Blick auf eine zuverlässige Rohstoffversorgung der Industrie. Nicht nachzuvollziehen ist daher, warum die Politik der Branche immer wieder neue Steine in den Weg legt, die für eine Wettbewerbsverzerrung sorgen. Aktuell ist es der EU-Emissionshandel, der die Grundstoff- und Industriegüterproduktion massiv gefährdet. So besteht die Gefahr, dass mit den falschen Entscheidungen moderne Industriearbeitsplätze gefährdet werden und ganze Wertschöpfungsketten ins außereuropäische Ausland vertrieben werden. Ihre Sorge machten Arbeitnehmerorganisationen am 22. April 2010 im Europäischen Aktionstag zum EU-Emissionshandel in Brüssel deutlich, gestützt durch zeitgleiche Aktionen in Deutschland (s. S. 243).



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