
Positiv stellt sich die Lage für die Metallurgie zu Beginn des Jahres dar. Nahezu alle Metalle verweisen auf steigende Nachfrage- und Produktionszahlen. Stahl meldet bereits weltweit neue Rekorde: Die Rohstahlproduktion stieg auf 1.414 Millionen Tonnen im Jahr 2010. Dies entspricht einem Anstieg von 15 % im Vergleich zum Krisenjahr 2009. Gleichzeitig stellt dieser Wert einen neuen Höchstwert für die weltweite Stahlproduktion dar. Alle wichtigen Stahlerzeugerregionen und –länder verzeichneten laut worldsteel ein zweistelliges Wachstum. Zuwächse melden auch Blei und Zink, bei denen die Produktion von Januar bis November 2010 den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 41 kt (Blei) bzw. 223 kt (Zink, Daten nach ILZSG) übertraf. Auch der Aluminiumbereich und Kupfer geben sich sehr optimistisch, wie es unser Bericht ab Seite 41 und die aktuellen Metallpreise zeigen. Metalle sind wieder gefragt und durchaus nicht nur für Spekulanten interessant, sondern auch für Verarbeiter und Anwender.
Der aktuelle wirtschaftliche Aufschwung ist nicht ohne Werkstoffe denkbar, unter denen Metalle eine herausgehobene Position einnehmen. Die Beiträge dieser Themenausgabe zu Leichtmetallen zeigen anhand verschiedener Beispiele, wie flexibel Metalle unterschiedlichen Anforderungen angepasst werden können. Dies trifft beispielsweise auf die Metallschäume zu, deren großer Durchbruch noch auf sich warten lässt (s. Seite 32). Doch auch hier zeigt die Forschung bereits erfolgversprechende Wege auf, um nicht nur zu Lösungen zu kommen, die von den Kennwerten her überzeugen, sondern auch von den Preisen. Und auch etablierte Werkstoffe brauchen weitere Forschung, um sich den Anforderungen noch besser stellen zu können. Kürzlich konnte sich METALL davon überzeugen, wie Stahl optimiert wird und wie neue Werkstoffe entstehen – von der atomaren Ebene an (s. Seite 8). Einen weiteren Schwerpunkt dieser Ausgabe bildet die Fertigungstechnik, die u. a. neue Wege in der Umformtechnik aufzeigt (s. Seite 29). Die Optimierung der Eigenschaften mit Hilfe der Wärmebehandlung behandelt unser Beitrag ab Seite 22, während der Bericht auf Seite 21 eine besonders energieeffiziente Ofentechnik vorstellt.
Sie erlaubt die Senkung von CO2-Emissionen und Energieverbrauch, ein aktuell heiß diskutiertes Thema. Den hiermit verbundenen Herausforderungen stellt sich auch die Metallurgiebranche, die dabei in den vergangenen Jahren beachtliche Erfolge erzielt hat. Dennoch gibt es letztlich durch die Natur gesetzte Grenzen, die in den CO2-Benchmarks, die durch EU-Kommission beschlossen wurden, berücksichtigt werden müssen. Aktuell kann weltweit kein Stahlunternehmen mit Hochofen diese Benchmarks erreichen. In dieser Weise stellt sich der Emissionshandel als reine Sonder-Besteuerung dar, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen und damit den Industriestandort Deutschland. Nachhaltig stellen Verbände und Industrie daher die Forderung an die Politik, die technischen und physikalischen Notwendigkeiten zu erkennen und zu berücksichtigen. Nur so wird das noch zarte Pflänzchen des Aufschwungs weiter wachsen können.
In der Zeitschrift World of Metallurgy – ERZMETALL erscheinen technisch-wissenschaftliche Originalarbeiten, die sich mit der Aufbereitung und Verhüttung bis hin zur Verarbeitung, vorrangig von NE-Metallen befassen. Weitere Schwerpunkte bilden die Metallanalyse und spezielle Bereiche der Umwelttechnik.
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Die Berichterstattung der World of Mining umfasst die gesamte Breite der bergbaulichen Rohstoffgewinnung. Dazu gehören die Lagerstättengeologie, die Planung bergbaulicher Anlagen, die Gewinnung, Förderung, Veredlung und Nutzung sowie die sowie die Rekultivierung und Altlastensanierung.
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