Belastungaddition aus Ökosteuer, EEG und ETS gefährdet internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie

Statement des Hauptgeschäftsführers der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM), Martin Kneer zum Haushaltbegleitgesetz 2011; hier: Gesetz zur Reduzierung von Subventionen aus der ökologischen Steuerreform

Erhöhung der Ökosteuerbelastung ist Glied in der Kette politischer Strompreistreiber – Belastungaddition aus Ökosteuer, EEG und ETS gefährdet internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industr

Die Erhöhung der Ökosteuerbelastung ist ein weiteres Glied in der Kette politischer Strompreistreiber. Die Addition von Belastungen aus Ökosteuer, Erneuerbare Energien Gesetz und Emissionshandel für die Industrie führen zu international nicht mehr wettbewerbsfähigen Strompreisen in Deutschland, die zu den höchsten der Welt zählen, erklärte Martin Kneer, Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle.

Haushaltskonsolidierung muss in Gesamtzusammenhängen denken und die Auswirkungen des politischen Handelns im Auge haben und die Folgen für die industriellen Wertschöpfungsketten beachten. Fehlt der Blick dafür, führt das am Ende zu Einnahmenausfällen statt erhofften Steuermehreinahmen.

Der Diskussionsentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reduzierung von Subventionen aus der Ökosteuer stellt die bisherige Energiepolitik aller Bundesregierungen auf den Kopf. Das Ziel der Haushaltssanierung nimmt keinerlei Rücksicht auf heute bereits bestehende internationale Wettbewerbsverzerrungen. Noch im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung durch eine nationale Richtlinie dies kompensieren wollen.

Jetzt beabsichtigt sie das Gegenteil: Steuererhöhungen und Strompreissteigerungen für die energieintensiven Industrien. Dies widerspricht nicht nur ökonomischer Vernunft sondern auch dem Koalitionsvertrag und darüber hinaus auch der rechtlich fixierten Klimavereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und durch den BDI vertretene Industriebranchen.

Dadurch wird das Vertrauen in Verträge zwischen Politik und Industrie belastet. Als Konsequenz entsteht Planungs- und Investitionsunsicherheit. Das ist schädlich für das Industrieland Deutschland.

Der Diskussionsentwurf darf so nicht gesetzliche Realität werden, weil eine Vervielfachung der Steuerbelastungen bei den Unternehmen eintritt. Das bringt das Faß der bestehenden Belastungen in Summe zum Überlaufen und hat Konsequenzen auf Investionen und Standortsicherheit, so Martin Kneer.




Für Metall-Profis

Testen Sie uns!

RSS-Feed

Metall-News als RSS-Feed

Die aktuellen News von Metall-web.de gibt es jetzt auch als RSS-Feed. Selbst wenn Sie einmal nicht auf Metall-web.de online sind, entgeht Ihnen keine Nachricht mehr. Sobald ein neuer Artikel auf Metall-web.de veröffentlicht wird, erscheint er im RSS-Feed. Den RSS-Feed zu abonnieren ist ganz einfach und natürlich kostenlos.

Weitere Informationen zum RSS-Feed
RSS-Feed direkt abonnieren

Logo Easy Metal mit Abbildungen einer Wismutschale, dem Kirkendall-Effekt und Lunker

METALL

Metall, die internationale Fachzeitschrift für Metallurgie, konzentriert sich auf die NE-Metalle. Im Mittelpunkt stehen die Basismetalle Kupfer, Zink, Aluminium, Magnesium, Blei,Titan, Nickel und Zinn aber auch Technologie-, Edel- und Sondermetalle sowie Edel- und Spezialstähle.

Weitere Informationen zum Magazin METALL

Aluminium

Das internationale Magazin ALUMINIUM befasst sich mit allen Fragen, die den Werkstoff, seine Gewinnung, Verarbeitung, Recyclebarkeit sowie seine Anwendung betreffen.

Weitere Informationen zum Magazin ALUMINIUM

 

Aluminium Praxis

Informiert als führende Fachzeitung für den gesamten deutschsprachigen Raum über die werkstoffspezifischen Eigenschaften von Aluminium, neueste Verarbeitungstechnologien und innovative Anwendungen in den unterschiedlichsten Branchen und Industriezweigen.

Weitere Informationen zu Aluminium Praxis

Alu-Web.de