Leoni mit gutem Start ins laufende Jahr

Leoni,  ist erfolgreich in das Jahr 2012 gestartet: In den ersten drei Monaten erhöhte das Unternehmen den Konzernumsatz gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 6 Prozent auf den neuen Quartals-Höchstwert von 969,1 Mio. Euro (Vorjahr: 910,7 Mio. Euro).

Wesentliche Wachstumstreiber waren erneut die Automobil- und die Investitions-güterindustrie sowie aus regionaler Sicht die BRIC-Staaten. Die erstmalige Konsolidierung des Anfang Januar 2012 komplett übernommenen südkoreanischen Bordnetz-Herstellers Daekyeung trug 27,4 Mio. Euro zum Geschäftsvolumen bei. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte Leoni konzernweit um fast 53 Prozent auf 93,7 Mio. Euro (Vorjahr: 61,4 Mio. Euro) steigern. Hierin ist ein positiver Sondereffekt in Höhe von 29,5 Mio. Euro aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft Leoni Studer Hard AG enthalten. Um diesen Posten bereinigt, verbesserte sich das EBIT um etwa 5 Prozent. Der Konzernüberschuss nahm von 36,6 Mio. Euro auf 64,6 Mio. Euro zu.

Die gute Entwicklung im ersten Quartal untermauert die Prognose für das Gesamtjahr: Leoni geht weiterhin davon aus, den Konzernumsatz 2012 auf 3,8 bis 4 Mrd. Euro zu steigern (2011: 3,7 Mrd. Euro) und ein EBIT von 230 bis 280 Mio. Euro zu erzielen (2011: 237,1 Mio. Euro). Hinzu kommt der Sondereffekt aus dem Verkauf der Leoni Studer Hard AG.

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) hielt die starke Nachfrage nach Bordnetz-Systemen im ersten Quartal 2012 weiter an. Besonders gut verlief das Geschäft mit den internationalen Automobilherstellern in China und mit der Nutzfahrzeugindustrie. Der Außenumsatz des Segments stieg im Berichtszeitraum um knapp 14 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 570,0 Mio. Euro (Vorjahr: 500,2 Mio. Euro). Verschiedene Neu- und Folgeaufträge, insbesondere für Standorte in den BRIC-Staaten, werden zu einer weiterhin hohen Auslastung beitragen. Mit wichtigen neuen Projekten für den VW-Konzern festigt Leoni außerdem seine Stellung im Zukunftsmarkt Elektromobilität. Dabei handelt es sich unter anderem um die Belieferung verschiedener Sportwagenmodelle mit einem plattformübergreifenden Hochvolt-Bordnetz.

Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) erzielte in den ersten drei Monaten 2012 einen Außenumsatz von 399,1 Mio. Euro, etwa 3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Vorjahr: 410,5 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte ausschließlich aus dem gemessen am ersten Quartal 2011 deutlich niedrigeren Kupferpreis. Um diesen bereinigt, lag der Außenumsatz rund 1 Prozent über Vorjahr. Dabei blieb die Nachfrage nach Drähten, Kabeln und Kabelsystemen aus der Automobil-, der Investitionsgüter- sowie der Medizintechnikindustrie unverändert hoch. Dagegen fiel das Geschäft mit Kabeln für Photovoltaikanlagen aufgrund der aktuell abflauenden deutschen Marktentwicklung schwächer aus. Leoni baut im Gegenzug sein Solargeschäft in China aus.

Aufgrund der hohen Nachfrage aus den BRIC-Staaten und zur weiteren Internationalisierung des Geschäfts hat der Leoni-Konzern seine Investitionen im ersten Quartal 2012 auf 55,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt (Vorjahr: 21,9 Mio. Euro). Davon entfielen auf Akquisitionen und Finanzanlagen 25,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro), die im Wesentlichen für den Erwerb der zweiten Hälfte des südkoreanischen Partnerunternehmens Daekyeung verwendet wurden. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um gut 51 Prozent auf 29,7 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro). Unter anderem wurden Bordnetz-Standorte in Brasilien, Russland, Osteuropa und Nordafrika auf- bzw. ausgebaut. Des Weiteren hat Leoni die Kapazitäten für Automobil-Sonderleitungen in China, Mexiko und der Slowakei sowie für Infrastrukturkabel in Mexiko erweitert.




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