29. May 2012 | Wirtschaft

Führungskräftetrainings auf hoher See - 'Eye of the Wind'

Windjammer ‚Eye of the Wind’ bietet praxisorientiertes Lernen mit Erlebnischarakter: Äußerst praxisnah ist die Teilnahme an einem Führungskräftetraining an Bord des 100 Jahre alten Traditionsseglers ‚Eye of the Wind’. Unternehmer und interessierte Führungspersonen aus allen Bereichen des Berufslebens lernen hier, was es tatsächlich bedeutet, „im selben Boot zu sitzen“ und „am selben Strang zu ziehen“.

Foto FORUM train & sail GmbH

Den Seminarteilnehmern werden während des dreitägigen Trainings die Rollen und Auf-gaben der einzelnen Funktionen an Bord übertragen. Die Abteilungsleiterin wird zum Kapi-tän, der Geschäftsführer zum Decksmatrosen. Schnell wird klar: für Schiffs-Nautiker und „Industriekapitäne“ gilt gleichermaßen, dass nur vorausschauende, zielgerichtete Planung in Kombination mit der Fähigkeit, flexibel auf unvorhergesehene Änderungen zu reagieren, zum gewünschten Erfolg führt.

Christa Maurer schult seit 2005 Führungskräfte aus allen Branchen und Ebenen. Die Be-triebswirtin und Unternehmensberaterin hat ein spezielles Trainingskonzept für leitende Manager entwickelt, das sie in ihrem „schwimmenden Klassenzimmer“, wie sie die ‚Eye of the Wind’ gerne nennt, vermittelt.

An Deck werden dann Fakten geschaffen, im praktischen Teil des Trainings bekommt je-der einen eigenen Verantwortungsbereich. Kapitän und Stammbesatzung geben nun ihre Rollen an die Trainees ab, überlassen ihnen praktisch die gesamte Schiffsführung. Der Rahsegler wird noch auf traditionelle Weise bedient, alle Segel werden von Hand gesetzt, was nur mit Teamwork und vereinter Muskelkraft gelingen kann. Segel werden niederge-holt und hochgezogen, das Tauwerk muss bedient werden, der Rudergänger ermittelt ei-nen neuen Kurs. Alle Hände sind jetzt gefragt, jeder muss mitarbeiten und vor allem mit-denken. Kommunikation zwischen Steuermann und Decksmannschaft ist jetzt unentbehr-lich. „Jeder Schritt wirkt sich sofort aus, und jeder kann das klar sehen", sagt Cornel Greth. Der Schweizer ist Kapitän des Schiffes, und er fügt hinzu: „Viele sind unsicher, wenn sie die Kommandos für ein Segelmanöver geben sollen. Aber keine Sorge – bevor etwas pas-siert, greifen wir ein.“ Navigationstechnik und Sicherheitsausrüstung des Schiffes entspre-chen modernsten Anforderungen.




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