„Die Staatengemeinschaft hat mit dem Fahrplan ein Minimalziel erreicht. Der große Wurf für den globalen Klimaschutz ist aber misslungen, da offen bleibt, wie verbindlich das künftige Abkommen aussehen wird. Für die deutsche Chemieindustrie reicht das nicht. Sie braucht ein Abkommen mit gleichen Rahmenbedingungen für alle großen Verursacher von Treibhausgasen, um Chancengleichheit zu gewährleisten“, so Tillmann. Die zähen Verhandlungen in Durban haben laut Tillmann auch gezeigt, dass die Welt noch nicht in der Lage ist, Wirtschaftswachstum und Klimaschutz zu vereinbaren. Bei der Lösung dieses Problems habe die deutsche Industrie eine Schlüsselrolle und müsse am Prozess beteiligt werden. So habe die deutsche Chemie in ihrer eigenen Produktion vorgemacht, wie Wachstum und Treibhausgasemissionen zu entkoppeln sind. Zudem habe sie sich eine Technologieführerschaft erarbeitet, sagte Tillmann: „Wir produzieren nachhaltiger als jede andere Region in der Welt. Und wir haben zahlreiche Produkte entwickelt, die helfen das Klima zu schonen. Deswegen ist es wichtig, dass Produktion und Forschung langfristig in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben.“ Die Industrie dürfe deshalb nicht noch weiteren Belastungen ausgesetzt werden, sagte Tillmann an die Adresse der deutschen und europäischen Politik.
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