12. October 2012 | Wirtschaft, NE-Metalle

Projekt zur Gewinnung von Wertstoffen aus Bergbauhalden

Die Gewinnung mineralischer Wertstoffe aus Bergbauhalden steht im Mittelpunkt eines weiteren Projektes aus der Fördermaßnahme "r³ – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Strategische Metalle und Mineralien" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Im von Prof. Jens Gutzmer vom Lehrstuhl für Lagerstättenlehre und Petrologie geleiteten Projekt "SMSB – Gewinnung strategischer Metalle und anderer Mineralien aus sächsischen Bergbauhalden" werden Aufschüttungen auf sächsischem Gebiet auf ihren Inhalt an strategischen Metallen untersucht. Die TU Bergakademie Freiberg erhält für das Projekt 910.000 Euro Fördermittel vom Bund. Neben einem interdisziplinären Team aus Geowissenschaftlern, Verfahrenstechnikern, Chemikern und Metallurgen der TU Bergakademie Freiberg beteiligen sich die Firmen „G.E.O.S. Freiberg Ingenieurgesellschaft mbH“, die „SAXONIA Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH“ sowie „AKW Apparate + Verfahren GmbH“ als Verbundpartner an dem Projekt. Dabei wird das Team um Prof. Jens Gutzmer auch bei der Koordination des Projektes durch das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie unterstützt. Jens Gutzmer ist Direktor des Instituts. Die Antragstellung wurde durch das Gründernetzwerk SAXEED Freiberg initiiert und koordiniert.

„Ziel der gemeinsamen Forschung ist die Entwicklung eines Verfahrens für die wirtschaftliche und umweltschonende Gewinnung wirtschaftsstrategisch wichtiger Rohstoffe aus sächsischen Bergbau- und Hüttenhalden. Als erster Schritt auf diesem Weg sollen Probebohrungen noch im Herbst 2012 an vier Standorten durchgeführt werden. Ein Haldenkataster soll entstehen, in welchem Informationen über die geografische Lage, die Eigentumsverhältnisse, die Herkunft des Haldenmaterials, den Aufbau der Halde, den Wertstoffgehalt und das Potential der 20 größten Bergbauhalden Sachsens erfasst sind. Zusätzlich sollen Informationen über mögliche Abbau-, Aufbereitungs-, Gewinnungstechnologien und deren Kosten bereitgestellt werden. Das Kataster soll der Rohstoffwirtschaft als Grundlage für technische und wirtschaftliche Entscheidungen dienen. Es soll damit auch ein Transferinstrument für die entwickelten wissenschaftlichen Verfahren in Bergbauunternehmen werden.




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