Mit Zink Zink-Magnesium-Überzug: Stahl für mehr Parkplätze in Moskau

Die ThyssenKrupp Steel Europe AG liefert rund 250.000 Quadratmeter Hoesch Additiv Decke für 20 Parkhäuser in Moskau. Die Menge entspricht etwa 4.000 Tonnen Stahl. Laut Vertrag sollen die Stahlelemente im Lauf der kommenden zwölf Monate ausgeliefert werden.

Die 20 Parkhäuser sind Teil des Programms Narodnyj Garazh (Volksgarage), mit dem die Moskauer Stadtregierung eines der dringlichsten Verkehrsprobleme der 10,5 Millionen-Einwohner-Metropole lösen will. Laut Angaben der Behörde reichen die derzeit ausgewiesenen Park- und Stellplätze gerade einmal für ein knappes Drittel der auf Moskaus Straßen fahrenden Fahrzeuge. Für 71 Prozent, rund zwei Millionen Autos, gibt es keinen offiziellen Abstellplatz. Sie parken auf Bürgersteigen, in Parks, auf Grünstreifen, vor Hofeinfahrten und gern auch in zweiter Reihe auf der Straße, wo sie kilometerlange Staus verursachen.

Mit dem Programm Volksgarage haben sich die Verantwortlichen ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2025 will man, den jährlichen Zuwachs an zugelassenen Fahrzeugen berücksichtigend, etwa 3,5 Millionen zusätzliche Stellplätze einrichten. Rund 900.000 sollen in Gestalt neuer Parkhäuser entstehen. Die 20 Parkhäuser aus dem aktuellen Auftrag für ThyssenKrupp Steel Europe sind unterschiedlich groß und bieten im Durchschnitt 500 bis 1.000 Stellplätze.

Die Hoesch Additiv Decke ist ein Leichtdeckensystem, aus stählernen Profiltafeln und einer fugenlosen Ortbeton-Rippendecke. Das System ist seit fast 20 Jahren im Parkhausbau erfolgreich und in mehr als 300 Parkhäusern mit einer Gesamtfläche von über vier Millionen Quadratmetern eingesetzt. Gefertigt wird es in der Geschäftseinheit Color/Construction von ThyssenKrupp Steel Europe.

Mit einem Eigengewicht von nur etwa 300 Kilogramm pro Quadratmeter ist das Deckensystem rund 40 Prozent leichter als massive Stahlbeton-Flachdecken mit vergleichbarer Tragfähigkeit. Aufgrund des geringen Gewichts und einer speziellen Profilierung überwinden die Additivdecken-Elemente unterstützungsfreie Spannweiten von mehr als fünf Metern. Weil man deshalb weniger und schlankere Träger einsetzen kann, kommt man sowohl bei der Stahlkonstruktion des Bauwerks als auch bei den Fundamenten mit deutlich weniger Material aus als bei massiven Betondecken




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