Das neue Adsorptionsverfahren (Scavenger-Technologie), das in Kooperation mit der englischen Firma PhosphonicS angeboten wird, ermöglicht es Heraeus nun auch gering konzentrierte, edelmetallhaltige Abfalllösungen effizient aufzuarbeiten. Bislang konnten diese kaum oder nicht wirtschaftlich recycelt werden. „Die strategische Partnerschaft ist für uns ein weiterer Baustein, um das Angebot für unsere Kunden im Edelmetall-Recycling auszubauen“, sagt Dr. Joachim Kralik, Leiter der chemischen Verfahrensentwicklung Recycling des Geschäftsbereichs Edelmetalle bei Heraeus. Heraeus bringt in diese Partnerschaft sein breites Edelmetall-Know-how und die langjährige Erfahrung im Recycling von edelmetallhaltigen Materialien – insbesondere bei Industriekatalysatoren – ein. Die Kooperation ermöglicht es Kunden von Heraeus aus der Pharma-, Groß- und Spezialitätenchemie, Prozesse sowohl ökologisch wie auch ökonomisch weiter zu optimieren. Zusammen mit PhosphonicS bietet Heraeus eine breite Palette einer neuen Generation von selektiven und effizienten Adsorptionsmitteln – so genannten Scavengern – zur Entfernung und Rückgewinnung von Edelmetallen aus chemischen Produkt? oder Abfalllösungen an. Da dies selbst bei Edelmetall-Ausgangsgehalten der Prozesslösungen im einstelligen ppm-Bereich (ppm = parts per million) möglich ist, bleiben nun auch geringste Edelmetallmengen ressourcenschonend dem Edelmetall-Kreislauf erhalten und können umweltschonend wiederverwertet werden.
Neue Adsorptionstechnologie wirkt wie ein „chemischer Magnet“
Das Scavenger-Verfahren ermöglicht die effiziente Aufarbeitung selbst von extrem gering konzentrierten edelmetallhaltigen Abfalllösungen. „Bei dem Verfahren ziehen wir gewissermaßen wie mit einem „chemischen Magneten“ die fein verteilten edelmetallhaltigen Rückstände aus der Lösung. Dabei wird das Edelmetall auf der Oberfläche des Adsorptionsmittels gebunden. Anschließend können wir das Material mit dem wertvollen Inhalt durch nasschemische Prozesse so aufbereiten, dass am Ende wieder das reine Edelmetall vorliegt“, erklärt Dr. Kralik vereinfacht das Prinzip
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