Neue Schneidplatten und Halter zum Gewindewirbeln auf Langdrehautomaten

Optimierte Bearbeitung von medizinischen Implantaten und Knochenschrauben

Der neue CoroMill 325 mit GC1105-Schneidplatten zum Gewindewirbeln, Foto: Sandvik Coromant

Gerade in der Medizintechnik kommt es auf präzise Bearbeitung und ausgesprochen enge Toleranzen an, wie zum Beispiel bei der Fertigung von Knochenschrauben oder anderen medizintechnischen Kleinteilen und Mikrokomponenten. Das schnelle und prozesssichere Herstellen von Gewinden ist hier eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund hat Sandvik Coromant jetzt neue Schneidplatten und Halter für den CoroMill® 325 zum Einsatz auf Langdrehautomaten entwickelt, durch die die Produktionsprozesse deutlich optimiert werden können.

In den letzten Jahren hat in der modernen Medizintechnik der Bedarf an Knochen- oder Wirbelsäulenschrauben, Implantaten und anderen Komponenten stark zugenommen. Das heißt für die fertigenden Betriebe in diesem Bereich, dass sie permanent nach Wegen suchen müssen, ihre Bearbeitungszeiten ohne Einbußen bei der Qualität zu reduzieren. Die neuen Sandvik Coromant-Schneidplatten und -Halter zum Gewindewirbeln können hier einen wichtigen Beitrag leisten, da mit ihnen längere, schmalere und qualitativ hochwertige Werkstücke aus vorhandenen Rohlingen auf Langdrehautomaten hergestellt werden können – und das bei hohen Zerspanungsraten. Gleichzeitig entfällt die Notwendigkeit, eine spezielle Maschine zum Gewindewirbeln anzuschaffen.

Schnell und präzise

Das Gewindewirbeln kann durch seine höhere Geschwindigkeit in vielen Fällen die bessere Alternative zum Einzahn-Gewindeschneiden sein – der gleichmäßige, tangentiale Schneidvorgang minimiert Schnittkräfte und ermöglicht hohe Zerspanungsraten. Da nach dem Gewindewirbeln keine Endbearbeitung mehr erforderlich ist, können aufgrund der Stabilität von Langdrehautomaten im Gegensatz zum Einzahn-Gewindeschneiden präzise bearbeitete Gewinde in nur einem Durchgang gefertigt werden. Das Ergebnis ist, insbesondere in der Reihenproduktion von medizinischen Komponenten, eine gesteigerte Produktivität und Wirtschaftlichkeit in der Bearbeitung. Die neue Lösung von Sandvik Coromant ist prozesssicher und mit verschiedensten Langdrehautomaten, beispielsweise mit den Maschinen von Citizen, Star, Tsugami oder Tornos, kompatibel.

Um Stillstandszeiten zu reduzieren, können die neuen Wendeschneidplatten in den Gewirbelringen schnell und unkompliziert eingesetzt und ausgetauscht werden. Somit muss der Maschinenbediener nur noch den Wirbelring auf der Spindel anbringen, die Spindel im Verhältnis zum gewünschten Steigungswinkel der Schraube kippen und die Ringschraube anziehen. Um den Zerspanungsvorgang zu starten, werden daraufhin die Außermittigkeit des Rings im Verhältnis zum Gewindedurchmesser programmiert und Wirbelring und Werkstück in die gleiche Richtung (Gleichlauffräsen) gebracht – durch diese wenigen notwendigen Handgriffe werden die Rüstzeiten entscheidend reduziert.

Wendeplatten für das Gewindewirbeln haben stabilere Schneidkanten als Einzahn-Gewindeschneidwerkzeuge und üben durch ihre Integration in einen Wirbelring einen geringen Schneiddruck aus, so dass hochpräzise Gewindebearbeitungen ohne Durchbiegung des Werkstücks möglich werden – dies ist besonders wichtig, da die Werkstücke meist lang und schlank sind. Darüber hinaus ist die Spankontrolle besser als beim Einzahn-Gewindeschneiden und folglich eine kontinuierlichere und produktivere Bearbeitung möglich. Dadurch können auch tiefere Gewindeformen (wie zum Beispiel ACME-Gewinde) leichter hergestellt werden.




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