
Die 15 Mitarbeiter bei Bonar stellen auf zwei Anlagen vor allem monolitische Platten aus polykristallinem kubischem Bornitrid (P-CBN) her und erwirtschaften jedes Jahr mehrere Millionen Euro Umsatz. Bonar ist eine der wenigen Firmen, die diesen Schneidstoff P-CBN herstellen, und hat sich in dieser Nische Alleinstellungsmerkmale erarbeitet. So war Bonar als erstes Unternehmen in der Lage, Platten mit acht Millimeter Höhe zu produzieren. Vorher hatte die Grenze bei 6.35 Millimetern gelegen. Mit dieser Leistung konnte Bonar Unternehmen überzeugen, von Keramik auf P-CBN zu wechseln.
CBN zur Bearbeitung von harten Werkstoffen
Als Schneidstoff ist CBN seit fast 40 Jahren bekannt. 1969 brachte General Electric unter dem Namen „Borazon“ das kubische Bornitrid als revolutionäre Entwicklung bei den hochharten Schleifstoffen auf den Markt. Es war damals teurer als Gold. CBN kommt nicht in der Natur vor, sondern wird synthetisch hergestellt (über Hochdrucksynthese) und ist nach Diamant der härteste Werkstoff und fast doppelt so hart wie Siliziumkarbid (SiC). Vor allem bei der Drehzerspanung von harten Werkstoffen (Härte > 58 HRC) wie gehärteten Stählen oder Hartgüssen spielt CBN nach wie vor seine Stärken aus. CBN hat eine sehr hohe Härte und verfügt über eine hervorragende Warmfestigkeit und eine für diesen Einsatzbereich hinreichende Zähigkeit. Bei Temperaturen über 700° Grad Celsius weist CBN sogar eine höhere Härte als Diamant auf.
Bei der Hochdrucksynthese handelt es sich um ein hochpräzises Sinter-Verdichtungsverfahren, bei dem mit Drücken von vier bis sechs Gigapascal und Temperaturen zwischen 1300°C und 1600°C gearbeitet wird.
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