Die beiden ersten Stufen der Beteiligung erfolgen durch eine einseitige Kapitalerhöhung durch MAHLE. In der ersten Stufe (2010) beteiligt sich MAHLE mit 19,9 Prozent; in der zweiten Stufe (Anfang 2011) erfolgt eine Erhöhung der Beteiligung auf 36,85 Prozent. Darüber hinaus regelt der Vertrag, dass MAHLE durch die Ausübung einer Call Option ab dem Jahr 2013 weitere Gesellschaftsanteile von den gegenwärtigen Gesellschaftern erwerben und damit die Mehrheit an BEHR übernehmen kann. Darüber hinaus eröffnet er den gegenwärtigen BEHR-Gesellschaftern die Möglichkeit, anschließend in mehreren Schritten über einen Zeitraum von zehn Jahren ihre Anteile an MAHLE veräußern zu können.
Prof. Dr. Heinz Junker, Vorsitzender der MAHLE Konzern-Geschäftsführung, erklärt: „Die Beteiligung von MAHLE an BEHR eröffnet beiden Unternehmen für die Zukunft erhebliches Zusatz-potenzial am Markt für komplette Systemlösungen im Bereich des Antriebsstrangs moderner Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Produkt-portfolios sind komplementär und ergänzen sich hervorragend. Beispiele sind komplette Abgasrückführungsmodule und Ansaug-systeme mit integrierten Ladeluftkühlern. Darüber hinaus ist die Thematik ‚Effizientes Thermomanagement’ inklusive Heizung und Kühlung für neue Fahrzeuggenerationen von besonderer Bedeutung bei der weiteren Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen. Dies ist auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung alternativer Antriebssysteme vom Hybrid bis hin zu Fahrzeugen mit reinem Elektro- oder Brennstoff-zellenantrieb zu sehen. Mittelfristig sehen wir daher für MAHLE und BEHR ein gemeinsames Umsatzpotenzial von 10 Milliarden Euro, verbunden mit einer nachhaltig positiven Umsatzrendite.“ Junker ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass wir die Einlage von Eigenkapital in den ersten beiden Stufen aus unserem freien Cash Flow generieren können. Technologisch nimmt BEHR bereits heute eine Spitzenposition ein. Nach dem Closing werden wir in den wesentlichen komplementären Produktbereichen zügig damit beginnen, in gemeinsamen Arbeitsgruppen Synergiepotenziale bezüglich dieser Produkte und Märkte, aber auch Synergiepoten-ziale in anderen Funktionen der Unternehmen zu ermitteln. Wir wollen auf Augenhöhe miteinander arbeiten, um Best-Practice-Lösungen zu finden und damit Benchmarks zu setzen. Es ist eine einfache industrielle Logik, die uns zu diesem Schritt gebracht hat und die uns große Chancen für die Zukunft eröffnet und uns ermöglicht, in der Top-Liga der Automobilzulieferbranche zu spielen.“
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