
Mit dem Erasmus Mundus-Programm möchte die Europäische Union die Qualität der Hochschulbildung und den wissenschaftlichen Austausch mit Drittstaaten verbessern. Teil des Programms sind Master- und Promotionsstipendien, an denen mindestens drei europäische Hochschulen beteiligt sind. Die Universität des Saarlandes hat sich gemeinsam mit der Universitat Politécnica de Catalunya (Spanien), dem Institut National Polytechnique de Lorraine (Frankreich), der Luleå tekniska universitet und der Linköpings universitet (beide Schweden) beworben. Zu den bisher 13 europaweiten Doktoranden- Programmen wurden jetzt noch neun weitere ausgewählt. Die neue Saarbrücker Graduiertenschule der Materialwissenschaft erhielt als einziges Programm aus Deutschland den Zuschlag. Im Rahmen von Erasmus Mundus wird an der Saar-Uni bereits der internationale Masterstudiengang der Materialwissenschaft (AMASE) gefördert.
In den kommenden fünf Jahren können die beteiligten Universitäten jedes Jahr sechs bis zehn Doktoranden-Stipendien vergeben, die jeweils auf drei Jahre angelegt sind. Die Doktoranden müssen dafür an zwei der europäischen Universitäten forschen, und zwar für mindestens sechs Monate an der zweiten Universität. Außerdem zählen noch ein mindestens zweiwöchiger Forschungsaufenthalt in den USA, Japan, Kanada oder Australien dazu sowie der Besuch von gemeinsamen Sommerschulen und Konferenzen. Die Doktoranden haben außerdem die Möglichkeit, für ein Forschungsprojekt ein Praktikum in der Industrie zu absolvieren. Verschiedene Firmen in ganz Europa werden sich dafür als Kooperationspartner an der neuen Graduiertenschule beteiligen.
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