Saar-Uni erhält europäische Graduiertenschule für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik

Die Europäische Union fördert für die kommenden fünf Jahre ein Doktorandenprogramm der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik mit bis zu 6,7 Millionen Euro. Die Universität des Saarlandes kann damit zusammen mit vier europäischen Partner-Universitäten Stipendien an hoch qualifizierte Doktoranden aus der Europäischen Union und weiteren Staaten vergeben. Das neue Doktorandenprogramm wird Teil der Europäischen Schule für Materialforschung (Eusmat), die von Frank Mücklich, Professor für Funktionswerkstoffe der Universität des Saarlandes, geleitet wird.

Die Europäische Union fördert jetzt ein Doktorandenprogramm der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. Dort arbeiten in den Laboren internationale Studenten und Doktoranden zusammen. Foto: bellhäuser - das bilderwerk

Mit dem Erasmus Mundus-Programm möchte die Europäische Union die Qualität der Hochschulbildung und den wissenschaftlichen Austausch mit Drittstaaten verbessern. Teil des Programms sind Master- und Promotionsstipendien, an denen mindestens drei europäische Hochschulen beteiligt sind. Die Universität des Saarlandes hat sich gemeinsam mit der Universitat Politécnica de Catalunya (Spanien), dem Institut National Polytechnique de Lorraine (Frankreich), der Luleå tekniska universitet und der Linköpings universitet (beide Schweden) beworben. Zu den bisher 13 europaweiten Doktoranden- Programmen wurden jetzt noch neun weitere ausgewählt. Die neue Saarbrücker Graduiertenschule der Materialwissenschaft erhielt als einziges Programm aus Deutschland den Zuschlag. Im Rahmen von Erasmus Mundus wird an der Saar-Uni bereits der internationale Masterstudiengang der Materialwissenschaft (AMASE) gefördert.

In den kommenden fünf Jahren können die beteiligten Universitäten jedes Jahr sechs bis zehn Doktoranden-Stipendien vergeben, die jeweils auf drei Jahre angelegt sind. Die Doktoranden müssen dafür an zwei der europäischen Universitäten forschen, und zwar für mindestens sechs Monate an der zweiten Universität. Außerdem zählen noch ein mindestens zweiwöchiger Forschungsaufenthalt in den USA, Japan, Kanada oder Australien dazu sowie der Besuch von gemeinsamen Sommerschulen und Konferenzen. Die Doktoranden haben außerdem die Möglichkeit, für ein Forschungsprojekt ein Praktikum in der Industrie zu absolvieren. Verschiedene Firmen in ganz Europa werden sich dafür als Kooperationspartner an der neuen Graduiertenschule beteiligen.




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