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Das Geschäftsmodell als integrierter Kupfererzeuger und –verarbeiter habe sich als robust und tragfähig bewährt, die Synergie- und Verbesserungseffekte aus der Integration hätten einen wesentlichen Ergebnisbeitrag geleistet und Aurubis sei ein internationaler Konzern mit europaweiter Präsenz und weltweitem Gewicht geworden, konstatierte Drouven. Darüber hinaus sei unter dem Dach der Aurubis eine einheitliche Strategie erarbeitet und konzernweit mit deren Umsetzung begonnen worden.
In dem am 30. September 2009 abgelaufenen Geschäftjahr 2008/09 konnte Aurubis trotz einer der schwersten Wirtschaftskrisen der jüngeren Geschichte ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 73 Mio. € (Vj 341 Mio. €) auf Lifo-Basis erzielen. Der Konzernüberschuss betrug 53 Mio. € (Vj 237 Mio. €). Die Hauptversammlung nahm den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand an, eine Dividende von 0,65 € pro Aktie (Vorjahr 1,60 €) an die Anteilseigner auszuschütten. Bezogen auf den Schlusskurs der Aurubis-Aktie von 28,48 € am 30. September 2009 entspricht diese einer Dividendenrendite von 2,3 Prozent. Die Dividende ist damit zwar gesunken, doch wurde die Ausschüttungsquote im Krisenjahr sogar von 26 auf 36 Prozent erhöht. Laut Drouven ist bereits seit Mitte vergangenen Jahres ein Aufwärtstrend zu erkennen, der sich in den Ergebnissen im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2009/10 niedergeschlagen hat. Mit 47 Mio. € konnte ein gutes operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) auf Lifo-Basis erzielt werden, das das Ergebnis des gesamten vergangenen Geschäftsjahres um knapp 50 Prozent übertrifft. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt es sogar fast 2,5 mal höher. Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage erläuterte Drouven die Aussichten des größten Kupferproduzenten Europas: „Aufgrund der Volatilität insbesondere der Altkupfermärkte erscheint die Hochrechnung des Quartalsergebnisses auf das Geschäftsjahr ambitioniert; allerdings sollte sich das operative Ergebnis deutlich gegenüber dem im Vorjahr erzielten erhöhen“. Die Annahme basiere auf einer fortgesetzt positiven Entwicklung bei den Kupferprodukten und der Schwefelsäure sowie anhaltend guten Margen im Recyclinggeschäft. Bezüglich der Raffinierlöhne für Kupferschrott seien jedoch starke Schwankungen aufgrund der kurzfristigen Natur des Geschäftes nicht auszuschließen. Durch Kupferpreisschwankungen werde es zu Bewertungseffekten kommen, deren Richtung und Ausmaß jedoch nicht vorhersehbar sind. Diese Effekte seien allerdings nicht cash-wirksam und ohne Bedeutung für das operative Ergebnis. Mittelfristig seien eine steigende Nachfrage nach Kupfer und Verbesserungen bei den Schmelzlöhnen für Kupferkonzentrate sichtbar. Auf dem Weg zum führenden integrierten Kupfererzeuger und –verarbeiter wolle Aurubis laut Drouven im laufenden Geschäftsjahr ein gutes Stück vorankommen. Nach erfolgreicher Integration und ersten Implementierungserfolgen strategischer Projekte sei der Konzern in der Lage, mögliche Wachstumsschritte konkret zu verfolgen. „Das schließt die Prüfung von Investitions- und Wachstumsmöglichkeiten in internationalen Wachstumsregionen ebenso ein, wie eine aktive Rolle in der Konsolidierung der europäischen Kupferindustrie“, erklärte der Vorstandschef.
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