
Topthema: Zink und Zinklegierungen als Korrosionsschutz
Vom 5. bis 9. Juni 2011 fand die 3. Internationale Steels in Cars and Trucks in Salzburg statt. Unter dem Motto „Future trends in steel development, processing technologies and applications“ tauschten sich mehr als 360 Teilnehmer zu Fragen des automobilen Leichtbaus aus und diskutierten neueste Materialkonzepte für Automobile, beispielsweise das Future Steel Vehicle. Bei diesem Konzept werden vor allem neue hochfeste und verzinkte Stahlsorten eingesetzt, durch die entscheidende Gewichtsreduktionen im Automobilbau erzielt werden, die wiederum eine Reduktion des Treibstoffverbrauchs bewirken. Veranstalter der SCT war das Düsseldorfer Stahlinstitut VDEh in Kooperation mit der in Leoben ansässigen The Austrian Society for Metallurgy and Materials (ASMET).
Internationale Experten tauschten sich vom 13. bis 17. Juni 2011 in Kassel auf der 3rd International Conference on Hot Sheet Metal Forming of High-Performance Steel – eine der größten Konferenzen auf dem Gebiet der Presshärtetechnologie – über aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich Warmpressen hochfester Stahlsorten aus. Auch bei diesem Verfahren ist es wichtig, den Korrosionsschutz durch Verzinken von Anfang an zu berücksichtigen. Den Abschluss der Tagungsreihe bildete die Galvatech 2011, die vom 21. bis 24. Juni 2011 in Genua veranstaltet wurde. Im Fokus der mehr als 200 Präsentationen standen ebenfalls die neuen Stahlsorten und die speziell darauf zugeschnittenen Verzinkungslegierungen und -techniken, die mit den Entwicklungen im Automobilsektor Schritt halten.
Verzinkter Stahl nach wie vor wichtig für Automobilbau
Durchschnittlich besteht ein Pkw zu 60 Prozent aus Stahl. Heute werden für den Leichtbau mit Stahl vor allem moderne hoch-, höher- und höchstfeste Stähle eingesetzt, deren Verwendung ein neues Design, höchste Crashsicherheit und ein niedriges Fahrzeuggewicht ermöglicht. „Die neuen hoch- und höchstfesten Stahlsorten können in einer Blechdicke von unter 1 Millimeter – und vielfach bereits unter 0,7 Millimetern – verarbeitet werden. Diese Wandstärken sind viel geringer als bei den herkömmlichen Stahlsorten und werden im Automobilbau vor allem für die Bauteile eingesetzt, die bei einem Unfall Aufprallenergie aufnehmen und gleichzeitig aus Sicherheitsgründen die Form des Autos so weit wie möglich erhalten müssen“, erklärt Frank Goodwin, Director Technology & Market Development der International Zinc Association (IZA). „Unerlässlich ist es deshalb, dass für moderne Stahlsorten neue Techniken und Legierungen für das Verzinken als Korrosionsschutz bereitgestellt werden. Auf der Galvatech wurden deshalb sowohl neueste Entwicklungen in den Bereichen Verzinkungstechnik und Verzinkungslegierungen, die speziell auf diese Stahlsorten zugeschnitten sind, als auch Ergebnisse von Korrosions- und Verformungstests vorgestellt.“
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